Unfallversicherung

Unfallversicherungen – Informationen und Vergleichsrechner.

Die drei wichtigsten Tipps zur Unfallversicherung:

  • Die gesetzliche Unfallversicherung sichert nur die Arbeit ab!

  • Achten Sie auf den genauen Leistungsumfang!

  • Achten Sie auf die Unterschiede bei der Progression!

Die Unfallversicherung

Endlich Feierabend! Die Kinder toben durchs Haus, nur noch schnell das Brot schneiden, dann gibt es Abendessen. Und schon ist es passiert, eine kleine Unachtsamkeit, ein scharfes Brotmesser, Sie können sich den Rest denken. Sie haben vom Freund eines Freundes gehört, der beim Reinigen der Dachrinne von der Leiter gefallen ist?

„Das kann mir nicht passieren!“

„Unfälle passieren nur den anderen!“

„Ich bin vorsichtig genug, um Unfälle zu vermeiden!“

Das sagt wohl jeder – bis es passiert ist. Viele Unfälle gehen glimpflich ab, aber wenn etwas Schwerwiegendes passiert, leiden Unfallopfer oft lange oder gar Ihr Leben lang unter den Folgen. Nicht selten ist nicht nur die Gesundheit der Betroffenen angegriffen, auch bedeuten Unfälle oft eine starke finanzielle Belastung.

Denn der gesetzliche Unfallversicherungsschutz, welcher Sie auch gegen finanzielle Risiken absichert, gilt nur für Arbeitnehmer bei Arbeitsunfällen. Dabei passieren die meisten Unfälle im privaten Bereich.

Mehr als 60% aller Unfälle geschehen im Haushalt & in der Freizeit. Gut, wenn man hierfür mit einer privaten Unfallversicherung vorgesorgt hat.

Reicht die gesetzliche Unfallversicherung?

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Die gesetzliche Unfallversicherung hat bereits einen umfassenden Leistungsumfang. Die Beiträge hierfür werden von Ihrem Arbeitgeber übernommen. So werden verschiedene Kosten für die unmittelbaren und auch mittelbaren Unfallfolgen übernommen.

Jedoch sollte man hierbei stets im Auge behalten, dass der gesetzliche Versicherungsschutz nur dann aufkommt, wenn man einen Arbeitsunfall hat! Wenn man einen vollständigen Versicherungsschutz wünscht, kommt man demnach nicht um eine private Unfallversicherung umher. Bei der hohen Zahl an privaten Unfällen, die durch die gesetzliche Unfallversicherung nicht abgedeckt sind, wäre es fahrlässig auf den wichtigen Schutz der privaten Unfallversicherungen zu verzichten.

Für wen macht die private Unfallversicherung Sinn?

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Für jeden! Denn Unfälle können jedem jederzeit widerfahren. Da die gesetzliche Unfallversicherung nur einen teilweisen Schutz bietet, sollte man diese Versicherungslücke mit einer privaten Unfallversicherung schließen.

Insbesondere wenn man Unternehmer/in oder Selbstständig/e ist, sollte das Thema Unfallversicherung ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste stehen. Zwar hat man in diesem Fall die Möglichkeit, der gesetzlichen Unfallversicherung beizutreten – jedoch ist eine private Unfallversicherung, die alle Risiken abdeckt, in jedem Fall eine Überlegung wert.

Wie schnell ist beim Kicken mit Freunden das Kreuzband gerissen oder beim Radfahren der Arm gebrochen?

Worauf muss man achten?

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Man sollte bei der Wahl des Versicherers unbedingt auf den Leistungsumfang achten! Hierbei sollten nicht nur niedrige Beiträge im Vordergrund stehen, sondern auch die Höhe der gewählten Versicherungssumme (Invaliditätssumme / Grundsumme) sowie der sog. Progressionsfaktor.

Als Faustformel für eine geeignete Grundsumme sollte man sein Bruttojahreseinkommen x3 rechnen. Der Progressionsfaktor sollte für einen seriösen Schutz nicht unter 225 Prozent liegen. Unser Vergleichsrechner legt die Leistungen und Versicherungsbedingungen der unterschiedlichen Versicherer transparent dar.

Was ist die Progression?

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Bei Leistungen für eine bleibende Invalidität oder Dauerinvalidität. Hier gibt es lineare Leistungen und Leistungen mit Progression. Bei der linearen Leistung bekommen beispielsweise bei einer Versicherungssumme von 100.000,-€ und 20% Invalidität 20.000,-€ Versicherungsleistung.

Bei der Leistung mit Progression gibt es unterschiedliche Modelle.

Auch hier gehen wir im Beispiel von 100.000,-€ Grundinvaliditätssumme aus. Bei 20% Invalidität würden hier zwar nur 20.000,-€ Leistung fällig, allerdings steigt die Summe bereits ab 25% Invalidität progressiv an. Bei 50% Invalidität kämen hier bereits 75.000,-€ zur Auszahlung, bei 100% Invalidität 350.000,-€.

Die Invaliditätsleistung mit Progression ist also eine günstige Möglichkeit, um eine hohe Invaliditätssumme zu erhalten.

Allerdings sollte man auch die 50%ige Invalidität beachten, so dass man auch hier individuell optimal abgesichert ist.

Ebenso ist die persönliche Situation zu beachten, zum Beispiel kämen bei einem Eigenheim gegebenenfalls hohe Umbaukosten auf den Geschädigten zu, während andernfalls nur der Wechsel einer Mietwohnung in Betracht käme.

Diese Begriffe sollten Sie unbedingt kennen:

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  • Progressionsfaktor: Häufig wird der Auszahlungsfaktor ab einem Invaliditätsgrad von 25% erhöht. Dies kann sich im Schadensfall positiv auswirken. Lassen Sie sich unbedingt die Alternativen berechnen.
  • Versicherungsbedingungen: In den Versicherungsbedingungen werden detailliert alle Bedingungen aufgeführt – für Sie wichtig, um genau zu wissen, was versichert ist und was nicht!
  • Selbstbehalt: Als Selbstbehalt wird der Betrag bezeichnet den man im Falle eines Schadens selbst zu zahlen bereit ist, bevor die Versicherung die fällige Differenz darüber hinaus begleicht.
  • Sublimits:  Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden sind Oberbegriffe für mögliche Schäden. Innerhalb der einzelnen Kategorien gibt es aber noch weitere Rubriken wie beispielsweise die so genannten Gefälligkeitsschäden. Für diese gilt entweder eine Summenbegrenzung oder aber der Selbstbehalt ist wesentlich höher als in anderen Schadensfällen. Sublimits können im Fall der Fälle entweder Erstattungsbegrenzungen oder auch Selbstbehalte sein.

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